Einstellungssache: „Mit Offenheit und Wertschätzung Mitarbeiter gewinnen“

Die IT-Spezialisten der SSC-Services GmbH beschreiben sich selbst als leidenschaftlich, zuverlässig, freundlich und vor allem als ganz normal. Um neue Kollegen zu finden, die fachlich und menschlich zu ihnen passen, investieren sie außergewöhnlich viel Zeit und Geld und haben das Personalthema zur Chefsache gemacht.

Die Böblinger Softwarefirma unterstützt bei der digitalen Integration und sorgt dafür, dass der Datenaustausch zwischen Geschäftspartnern in höchster Qualität und Sicherheitsstufe abläuft. Zur Belegschaft gehören 135 Mitarbeiter, die überwiegend IT-Hintergrund haben. Wie das Unternehmen, trotz großer Konkurrenz in der Region, begehrte Fachleute für sich gewinnen kann, darüber hat sich die Führungsriege umfassend Gedanken gemacht.

Was macht uns überhaupt aus? Warum arbeiten unsere Mitarbeiter bei uns? Aus welchen Gründen werden wir von unseren Kunden beauftragt? Ein Jahr lang haben sich die Verantwortlichen mit solchen Fragen beschäftigt. Sie wollten die besondere Firmenkultur so beschreiben, dass sie nach außen glaubwürdig präsentiert werden kann. Auch das Recruiting konnte davon in großem Maße profitieren.

Mitarbeiter werden als Experten und Menschen wertgeschätzt

Einig waren sich alle, dass ein außergewöhnlich wertschätzendes Miteinander die Kultur des Unternehmens prägt. Jeder Mitarbeiter wird mit seiner Einzigartigkeit und seiner persönlichen Situation gesehen. Dazu gehören beispielsweise Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Arbeit, Familie und private Interessen in den verschiedensten Lebensphasen unter einen Hut zu bekommen. Spaß an der Arbeit und das hohe Engagement jedes Einzelnen für seine Aufgabe sind weitere Stärken von SSC. Mitgründer Matthias Stroezel bringt es auf den Punkt: „Wir sind ganz normale Menschen, die freundlich miteinander umgehen, sehr professionell arbeiten und gemeinsame Werte teilen. Das klingt einfach, aber genauso ist es eben.“

Franziska Richter, Foto: Nikolaus Grünwald

Franziska Richter, Foto: Nikolaus Grünwald

„Als Symbol für unsere Werte haben wir das Moos ausgewählt, weil es vieles verkörpert, was uns wichtig ist. Es wächst kontinuierlich und bildet vielfältige, netzwerkartige Strukturen aus. Gleichzeitig ist es anpassungsfähig, flexibel und bleibt in seiner Grundnatur immer erkennbar. Mit echten Moospflanzen gelingt es uns auf den Recruitingmessen regelmäßig, Aufmerksamkeit zu erregen.“


Einer, der den Reiz des IT-Dienstleisters auch noch sehr gut von außen beurteilen kann, ist Tobias Rohde. Er wechselte vor zwei Jahren zu SSC und ist heute als Teil der Geschäftsführung für Personal, Organisation und Finanzen verantwortlich. Die Annehmlichkeiten eines großen Automobilkonzerns hat er gerne gegen den besonderen Geist der Firma und die hohe Flexibilität eingetauscht. Ausschlaggebend für den Wechsel war für den Vater einer dreijährigen Tochter auch die Familienfreundlichkeit, die sich SSC regelmäßig durch das Audit „berufundfamilie“ bestätigen lässt.

Virtuell und klassisch: Auf vielen Kanälen präsent

Um auf sich aufmerksam zu machen, haben die Böblinger Experten für Datenmanagement die Kampagne „Catch the Key“ gestartet: Wer ein virtuelles Rätsel löst, wird sicher zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Unter www.schluesselerlebnis.de lernen die Interessenten gleichzeitig Level für Level mehr über SSC kennen. Am Ende wissen beide Parteien, ob sie zueinander passen. Auch mit klassischen Recruitinginstrumenten arbeitet das Unternehmen intensiv daran, präsent und sichtbar zu sein. Es betreibt aktives Hochschulmarketing, schaltet Anzeigen in den relevanten Jobbörsen und hat einzelne Stellen dauerhaft auf der Homepage ausgeschrieben.

Tobias Rohde, Foto: Nikolaus Grünwald

„Um als Mittelständler an gute Leute zu kommen, muss man kontinuierlich suchen und präsent sein. Wenn jemand in unser Profil passt, dann stellen wir auch schon mal über den aktuellen Bedarf ein. Bei dem Bewerbungsprozess ist immer einer der Geschäftsführer dabei, zudem werden die Mitarbeiter beteiligt. Wir sind sehr offen, geben ehrliches Feedback und versuchen eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Dadurch hoffen wir, dass sich auch die Bewerber möglichst unverstellt präsentieren.“


Nach besonderen Spezialisten suchen die SSC-Personaler auch aktiv in den sozialen Medien und vor allem über Mund-zu-Mund-Propaganda – erst jüngst hat eine Kollegin sogar ihren eigenen Lebensgefährten ins Unternehmen vermittelt. Das Recruiting zielt auf eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften – und auch Persönlichkeiten, die sich nicht entsprechend dem Mainstream präsentieren, haben eine Chance. Im Vorfeld der Gespräche überlegen sich die Personalexperten sehr genau, welche Charaktere das Team in der Zukunft weiterbringen werden.

DER REGIONAUT IST NOCH IN DER LERNPHASE